Geschichte des Hot Dogs

Die Stadt Frankfurt am Main beansprucht die Erfindung des Hotdogs für sich. Er soll dort 1847 vom Coburger Metzger Johann Georg Hehner erfunden worden sein; damit war diese Speiseform der Vorläufer des 1852 eingeführten Frankfurter Würstchens. Der Hotdog in seiner heutigen Form wurde 1867 in Coney Island vom deutschen Migranten Charles Feltman kreiert. Der Hannoveraner kam 1856 in Brooklyn an und wurde zunächst Kuchenverkäufer. Danach steckte er eine Grillwurst in ein Brötchen und beauftragte einen Stellmacher, ihm einen Handkarren mit Herdplatte zu konstruieren, von dem aus er dieses Fast Food verkaufte. Im ersten Jahr soll er über 4000 Hotdogs verkauft haben. Der enorme Erfolg ließ ihn 1871 das Feltman Restaurant and Beer Garden als stationäres Restaurant eröffnen, 1901 vergrößerte er es zum Feltman’s German Gardens mit 1200 Bedienungskräften. Er hinterließ nach seinem Tod ein Vermögen einer Million US-Dollar.

Der Name „Hotdog“ stammt nicht – wie häufig zu lesen ist – von dem Cartoonisten Thomas Aloysius „Tad“ Dorgan, der eine Karikatur mit einem Dackel in einem Frankfurter Brötchen angefertigt haben soll. Vielmehr berichtete der Artikel Die Entführung des nächtlichen Speisekarrens in der Oktober-Ausgabe 1895 des Magazins Yale Record über Studenten, die „zufrieden Hotdogs kauten.“ Es war wohl nicht immer nur ein Gerücht, dass in jenen Tagen die Würste aus Hundefleisch bestanden. Der US-amerikanische Kulturhistoriker Andrew F. Smith weist darauf hin, dass deutschstämmige Metzger in den USA bekannt dafür gewesen seien, „wurstförmige Hunde“ zu halten, nämlich Dackel. Diese Tatsache habe gewisse Assoziationen zwischen deutschen Würstchen und Hunden gefördert. Im Oktober 1893 hatte der Hotdog bei der Chicagoer Weltausstellung seinen amerikanischen Siegeszug angetreten. Seit 1916 wird jedes Jahr am US-amerikanischen Nationalfeiertag in New York City ein Internationales Hot-Dog-Wettessen ausgetragen.

Quelle Wikipedia 2019